Bose Smart Soundbar 600 im Test: Dolby Atmos in kompakter Bauform

Die Bose Smart Soundbar 600 richtet sich an alle, die den Ton ihres Fernsehers verbessern wollen, ohne gleich ein komplettes Lautsprecher-Setup mit mehreren Boxen im Wohnzimmer zu verteilen. Sie kommt als einzelner, kompakter Lautsprecher, der sich direkt unter oder vor den Fernseher stellen lässt und dort deutlich mehr Klangtiefe liefert als die eingebauten TV-Lautsprecher.
Auffällig ist das Verhältnis zwischen kompakter Bauform und Ausstattung: Bei Abmessungen von nur 5,61 Zentimetern Höhe, 69,44 Zentimetern Breite und 10,39 Zentimetern Tiefe bringt sie Dolby Atmos, eingebautes Amazon Alexa und einen HDMI-eARC-Anschluss mit. Das bedeutet, dass sich Raumklang und Sprachsteuerung in ein Gerät packen lassen, das kaum mehr Platz braucht als eine schmale Leiste unter dem Bildschirm.
Getragen wird das Ganze von 5 Schallwandlern, die den Klang auf mehrere Richtungen verteilen, sowie der Steuerung über die Bose Music App. Mit einem Standby-Verbrauch von unter 0,5 Watt bleibt sie zudem auch im Ruhezustand sparsam im Betrieb.
Die Daten im Überblick
| Modell | Bose Smart Soundbar 600 |
|---|---|
| Abmessungen (H x B x T) | 5,61 x 69,44 x 10,39 Zentimeter |
| Gewicht | 3,13 Kilogramm |
| Anschlüsse | 1 HDMI-Eingang, 1 optischer TOSLink-Eingang, 1 USB-Eingang (nur Service) |
| HDMI eARC | Vorhanden |
| Sprachassistent | Amazon Alexa eingebaut, Google Assistant kompatibel |
| Bluetooth-Reichweite | Bis zu 9 Meter |
| Raumklang | Dolby Atmos |
| Schallwandler | 5 |
| App-Steuerung | Bose Music App |
| Standby-Verbrauch | Unter 0,5 Watt |
Werte nach den Angaben von Bose.
Was die kompakten Abmessungen im Wohnzimmer bedeuten
5,61 Zentimeter Höhe klingen zunächst nach einer reinen Zahl, machen im Alltag aber den Unterschied, ob die Soundbar den Blick auf den unteren Bildrand des Fernsehers versperrt oder nicht. Bei 69,44 Zentimetern Breite passt sie unter viele mittelgroße Fernseher, ohne über den Bildschirmrand hinauszuragen, während 10,39 Zentimeter Tiefe auch auf schmaleren TV-Möbeln noch Platz finden.
Diese kompakte Bauform vereinfacht die Aufstellung, da sich die Soundbar in bestehende Regale oder Sideboards einfügt, ohne dass extra Platz geschaffen werden muss. Für Wohnzimmer, in denen kein Raum für mehrere separate Lautsprecher vorhanden ist, ist das ein praktischer Vorteil gegenüber einem klassischen Surround-Set.
Auch bei Wandmontage kommt die geringe Bauhöhe von 5,61 Zentimetern zum Tragen, da die Soundbar dann kaum über die Unterkante des Fernsehers hinausragt. Für Räume, in denen der Fernseher bereits an der Wand hängt, lässt sich die Smart Soundbar 600 damit optisch unauffällig darunter anbringen, statt als zusätzliches, deutlich sichtbares Element im Raum zu wirken.
Wer die Soundbar in ein bestehendes TV-Möbel integrieren will, findet passende Modelle im Test der TV-Schränke, bei denen sich die kompakten Maße der Smart Soundbar 600 gut unterbringen lassen.
HDMI eARC und die Anbindung an den Fernseher
Der HDMI-Eingang mit eARC-Unterstützung erlaubt es, Tonsignale vom Fernseher zurück zur Soundbar zu schicken, auch wenn Streaming-Apps direkt auf dem TV-Gerät laufen. Das bedeutet, dass sich der komplette Ton unabhängig von der Tonquelle über die Smart Soundbar 600 ausgeben lässt, ohne für jede Anwendung eine eigene Verkabelung zu benötigen.
Zusätzlich steht ein optischer TOSLink-Eingang für ältere Geräte ohne HDMI-ARC-Unterstützung zur Verfügung. Der USB-Eingang ist laut Bose ausschließlich für Servicezwecke vorgesehen und nicht für die alltägliche Wiedergabe von Musik oder Filmen gedacht.
Warum eARC mehr überträgt als klassisches ARC
Der Unterschied zwischen eARC und dem älteren Audio Return Channel liegt vor allem in der übertragbaren Datenmenge: eARC schafft eine deutlich höhere Bandbreite und kann dadurch auch unkomprimierte Mehrkanal-Formate wie Dolby Atmos vollständig durchreichen, während klassisches ARC bei komplexeren Tonspuren an seine Grenzen stößt. Für die Smart Soundbar 600 bedeutet der eARC-Anschluss, dass Atmos-Inhalte vom Fernseher ohne Qualitätsverlust bei der Soundbar ankommen, sofern auch der Fernseher selbst eARC unterstützt.
Amazon Alexa, Google Assistant und die Bose Music App
Amazon Alexa ist laut Bose direkt in die Smart Soundbar 600 eingebaut, sodass sich Sprachbefehle ohne zusätzliches Gerät ausführen lassen. Google Assistant wird dagegen nur als kompatibel geführt, nicht als eingebaut, was in der Praxis bedeutet, dass die native Sprachsteuerung auf Alexa ausgelegt ist.
Für die grundlegende Einrichtung und Anpassung von Klangeinstellungen dient die Bose Music App, über die sich auch weitere Bose-Lautsprecher im Haus in ein gemeinsames System einbinden lassen. Die Bluetooth-Reichweite von bis zu 9 Metern reicht dabei für die meisten Wohnzimmer aus, um Musik direkt vom Smartphone zu streamen.
Dolby Atmos und die 5 Schallwandler im Zusammenspiel
Dolby Atmos sorgt dafür, dass Tonobjekte nicht mehr nur festen Kanälen zugeordnet, sondern im Raum positioniert werden, was bei entsprechend abgemischten Inhalten für ein räumlicheres Klangbild sorgt. Die 5 Schallwandler der Smart Soundbar 600 verteilen diesen Klang, ohne dass dafür separate Rücklautsprecher im Raum nötig wären.
In Kombination mit dem Standby-Verbrauch von unter 0,5 Watt bleibt die Soundbar auch dann sparsam, wenn sie über längere Zeit angeschlossen, aber nicht aktiv genutzt wird, etwa nachts oder wenn der Fernseher ausgeschaltet ist.
Bei der Aufstellung selbst spielt zudem die Ausrichtung der Schallwandler eine Rolle, da eine mittige Platzierung direkt unter dem Fernseher dafür sorgt, dass sich Dialoge und räumliche Effekte gleichmäßig im Raum verteilen. Eine seitlich versetzte Aufstellung kann das Klangbild dagegen leicht in eine Richtung verschieben, auch wenn die Soundbar technisch weiterhin denselben Klang liefert.
Wo die Smart Soundbar 600 an Grenzen kommt
Dafür
- Kompakte Abmessungen von 5,61 x 69,44 x 10,39 Zentimetern
- Dolby Atmos über 5 Schallwandler in einem einzigen Gerät
- HDMI-Eingang mit eARC-Unterstützung für flexible Anbindung
- Amazon Alexa direkt eingebaut, keine externe Sprachassistenz nötig
- Standby-Verbrauch von unter 0,5 Watt im Ruhezustand
Dagegen
- Nur 1 HDMI-Eingang, für mehrere Zuspieler braucht es einen Fernseher mit ausreichend eigenen Anschlüssen
- Google Assistant nur kompatibel, nicht eingebaut wie bei der Soundbar 300
- 5 Schallwandler statt der 9 der Smart Ultra Soundbar mit zusätzlichen Höhenkanälen
- Bluetooth-Reichweite von bis zu 9 Metern, in großen Wohnräumen ein limitierender Faktor
- Kein separater Subwoofer im Lieferumfang für zusätzlichen Bass
Die Einschränkungen betreffen vor allem Ausstattungsstufen, die höhere Bose-Modelle zusätzlich bieten, nicht die Grundfunktion selbst. Wer eine kompakte Soundbar mit Dolby Atmos und eingebautem Alexa sucht, verzichtet auf nichts, was für ein typisches Wohnzimmer-Setup entscheidend wäre.
Passt die Smart Soundbar 600 zu dir?
Ja, wenn
- du eine kompakte Soundbar ohne separate Rücklautsprecher suchst
- dir Dolby Atmos für Filme und Streaming wichtig ist
- du Amazon Alexa direkt eingebaut nutzen willst
- du deinen Fernseher per HDMI eARC mit der Soundbar verbinden willst
Nein, wenn
- du mehrere Zuspieler direkt an der Soundbar per HDMI anschließen willst
- du Google Assistant als vollständig eingebauten Sprachassistenten brauchst
- du zusätzliche Höhenkanäle für ein noch räumlicheres Klangbild suchst
- du einen separaten Subwoofer im Lieferumfang erwartest
Für ein kompaktes Setup, bei dem Dolby Atmos und eingebaute Sprachsteuerung im Vordergrund stehen, deckt die Smart Soundbar 600 die wichtigsten Punkte ab. Wer mehr Anschlüsse oder zusätzliche Höhenkanäle sucht, findet das in höheren Modellen der gleichen Baureihe oder bei anderen Herstellern. Für die meisten Wohnzimmer-Setups mit einem einzigen Fernseher als Tonquelle reicht die vorhandene Ausstattung dagegen bereits aus.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Bose Smart Ultra Soundbar: mehr Schallwandler für mehr Raumklang
Die Smart Ultra Soundbar bringt laut Bose 9 Schallwandler in einer 5.1.2-Konfiguration mit einem zentralen Hochtöner und zwei nach oben abstrahlenden Dipol-Lautsprechern mit, deutlich mehr als die 5 Schallwandler der Smart Soundbar 600. Auch Amazon Alexa und Google Assistant sind hier beide eingebaut, dazu kommt die Bose-eigene Voice4Video-Technologie.
Bei Abmessungen von 5,82 Zentimetern Höhe, 104,5 Zentimetern Breite und 10,69 Zentimetern Tiefe fällt sie deutlich größer aus als die Smart Soundbar 600, das Gewicht liegt bei 5,75 Kilogramm. Ein eARC-Kabel ist laut Bose bereits im Lieferumfang enthalten.
Für alle, die zusätzliche Höhenkanäle und beide Sprachassistenten eingebaut haben wollen und dafür mehr Platz einplanen können, ist die Smart Ultra Soundbar die konsequente Erweiterung innerhalb der gleichen Produktfamilie.
Bose Smart Soundbar 300: kompakter mit beiden Sprachassistenten
Die Smart Soundbar 300 arbeitet laut Bose mit 5 Full-Range-Treibern, genauso viele wie die Smart Soundbar 600, verfügt aber nur über einen HDMI-Eingang mit Audio Return Channel statt eARC. Dafür sind sowohl Amazon Alexa als auch Google Assistant direkt eingebaut, nicht nur einer der beiden wie bei der Smart Soundbar 600.
Für die Verbindung stehen laut Bose außerdem Bluetooth, WLAN, Apple AirPlay 2 und Spotify Connect zur Verfügung. Die exklusive Bose Voice4Video-Technologie erlaubt es zusätzlich, Fernseher und Kabel- oder Satellitenreceiver mit Sprachbefehlen über die Soundbar zu steuern.
Für alle, die beide Sprachassistenten fest eingebaut haben wollen und mit einem einfachen ARC-Anschluss statt eARC leben können, ist die Smart Soundbar 300 eine naheliegende Alternative.
Sonos Beam (Gen 2): drei Passivmembranen in ähnlich kompakter Bauform
Die Sonos Beam (Gen 2) misst laut Sonos-Datenblatt 651 x 100 x 69 Millimeter und wiegt 2,8 Kilogramm, ähnlich kompakt wie die Bose Smart Soundbar 600. Sie unterstützt Dolby Atmos und bringt laut Sonos einen Hochtöner, vier Mitteltöner und drei Passivmembranen mit, angetrieben von fünf Class-D-Verstärkern. Die drei Passivmembranen arbeiten dabei ohne eigenen Antrieb und sollen den Tiefton stützen, ein Bauteil, das Bose für die Smart Soundbar 600 nicht ausweist.
Auch bei der Sonos Beam sind sowohl Amazon Alexa als auch Google Assistant eingebaut, ein HDMI-Anschluss mit eARC ist ebenfalls vorhanden. Die Einrichtung läuft über die Sonos App, die sich zusätzlich in ein größeres Multiroom-System mit weiteren Sonos-Lautsprechern einbinden lässt.
Für alle, die eine ähnlich kompakte Soundbar mit Passivmembranen für den Tiefton und beiden Sprachassistenten suchen und dabei auf ein anderes Markenökosystem setzen wollen, ist die Sonos Beam (Gen 2) eine echte Alternative zur Bose-Soundbar.
